Wer Katzen vermittelt, hat natürlich auch selber welche. Ich „darf“ bei meinen Samtpfoten wohnen und sie „bedienen“. Ich bin aktuell DosenKööffnerin, Raum- und Krankenpflegerin und Gesellschafterin für Häxli, Ängeli, Frida, Strubeli, Mira und Murli. Allesamt Samtpfoten aus dem Tierschutz. Lesen Sie selbst hier ihre Lebensgeschichten:
Murli

Er macht das Sextett komplett. Abgegeben, weil seine Besitzerin den Diabetes aus finanziellen und motorischen Gründen nicht behandeln konnte, darf er jetzt mit Mira zusammen in der 1. Klasse der Zuckerschnuten das ABC des Diabetes erlernen. Bin gespannt, wer die besseren Noten, äh Werte, schreibt. Momentan sind sie beide noch ziemlich „unaufmerksam“. Aber wir bleiben dran. Erst mal: herzlich willkommen bei uns, Du kleiner „Süsser“!
Nachtrag: Murli entwickelt sich zum Musterschüler und „schreibt“ nach nur 3 Wochen bereits ganz tolle Blutzuckerwerte. Jetzt gehen wir seine atopische Dermatitis an und dann hätten wir’s geschafft.
Mira

Die 13j. Mira wurde abgegeben, weil ihre Besitzerin ihr und ihrem Diabetes aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht mehr gerecht werden konnte. Mira ist grad noch etwas arg schüchtern und unsicher und braucht noch etwas Nachhilfe im Fach „Diabetes“, aber das bekommen wir gemeinsam hin. Jetzt gilt es, erst mal richtig ankommen in der Zuckerschnuten-WG und alle Gspändlis kennenlernen. Herzlich willkommen!
Nachtrag: Blutzucker und Ketone Messen klappt schon perfekt, Werte im Normalbereich dank Medis. Nur das Spritzen, das üben wir noch etwas, gell Mira?
Strubeli

Er wurde in einer Tierklinik zum Einschläfern abgegeben, wegen Diabetes und Pankreatitis! Der Verein handicapcats nahm sich ihm sofort an (merci viumau dafür!). Leider war aber aufgrund einer „Abgabeschwemme“ (was ist nur grad los?) kein Pflegeplätzli für Diabetiker frei. Warum also nicht erst mal in meine Zuckerschnuten-WG einziehen lassen? Er ist noch ein wenig brummig unterwegs, aber das gibt sich sicher mit der Zeit, ist ja auch erst Tag 2 hier für ihn!
Nachtrag1: Strubeli hat seine 4wöchige Probezeit mit Bravour bestanden. Belohnung: „lebenslänglich“ in der Zuckerschnuten-WG!
Nachtrag2: nach 10 Monaten hat er sich von 2.6kg auf 5.2kg hochgefuttert, Pankreatitis, IBD und Diabetes haben wir endlich im Griff. Das wird was mit dem „Kleinen“!
Frida

Sie ist das neue „Rudel“-Mitglied, eine Pflegekatze vom Tierheim Oberbottigen: Diabetikerin mit chronischer Darmentzündung, Nierenstein und ziemlich Aufpäppelbedarf. Ihre 4 neuen Gspänli würden so gern mit ihr spielen, nur ihr ist das noch nicht so geheuer. Hat aber auch noch Zeit, jetzt heisst es, erst mal ankommen und alles inspizieren. Der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.
Nachtrag: Nierenstein entfernt, Diabetes und Darmentzündung im Griff, jetzt beginnt das Leben als heimliche Chefin in unserer Zuckerschnuten-WG!
Ängeli

Sie war ein kleines Mobbingopfer, zu gut für diese Welt und von den in der Familie bereits lebenden Katern nur gemobbt. Das ging soweit, dass sie sich nicht mal mehr zum Schmüsele herausgetraut hatte. Schweren Herzens wurde sie abgegeben und hat nun in Gina ihre erste Freundin gefunden. Auch mit den anderen beiden samtpfötigen Mitbewohnern klappt es gut und sie blüht richtig auf „bim Chräbbele und Spiele“.
Nachtrag: na, so ganz „Opfer“ stimmt ja auch nicht, die Kleine kann auch ganz schön zickig sein, wie sich herausstellte, und sie kann auch austeilen. Aber sie ist eine „liebe Zicke“!
Häxli

Sie kam mit Mama und Geschwistern auf eine Katzenstation. Alle wurden vermittelt, nur sie blieb übrig. Kein Wunder, machte sie sich doch bei jedem Besucher gänzlich unsichtbar. Nach über einem Jahr wurde sie zu mir „zwangsvermittelt“. Bis heute ist sie fremden Menschen gegenüber zwar neugierig, aber doch sehr distanziert. Chräbbele geht so im Vorbeigehen, Hochheben dagegen gar nicht. Umso mehr liebt sie Katzengesellschaft. Sie kann mit jeder Samtpfote und ist „Mutter Teresa“ in ihrer Katzentruppe. Sie hat sich sogar schon als Blindenkatze betätigt, als sie sich rührend um den taubblinden Findus kümmerte.
Nachtrag: ihr zweiter Freund hiess Tüüfeli (schwarz und weiss gesellt sich gern). Als er starb, verliebte sie sich unsterblich in Lucky. Auch ihn verlor sie leider an den Krebs. Moritz hiess ihr nächster Liebling, leider auch er kürzlich verstorben. Aber sie gibt nicht auf und „baggert“ grad den kleinen Murli an!
Und das wären wir dann alle zusammen:

(Fragen Sie mich bitte nicht, wo die Maus herkommt. Ich weiss es nicht, ehrlich!)